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	<title>Gazelle-Blog</title>
	<link>http://blog.gazelle-magazin.de</link>
	<description>Das multikulturelle Frauenmagazin</description>
	<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 06:10:26 +0000</pubDate>
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		<title>Berlin ist ganz &#8220;en vogue&#8221; - die Fashion Week ist da!</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 05:59:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toto</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>

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		<description><![CDATA[Die deutsche Hauptstadt ist mächtig angesagt, weltweit. „En vogue“, würde man in diesen Tagen rund um den Bebelplatz sagen. Denn vom 7. bis zum 11. Juli hat hier der Modezirkus sein Zelt aufgeschlagen: Die Fashion Week zeigt, was Mann und Frau im Sommer 2011 so trägt. Und die Gazelle verrät die Hotspots der Fashion Woche.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Die deutsche Hauptstadt ist mächtig angesagt, weltweit. „En vogue“, würde man in diesen Tagen rund um den Bebelplatz sagen. Denn vom 7. bis zum 11. Juli hat hier der Modezirkus sein Zelt aufgeschlagen: Die Fashion Week zeigt, was Mann und Frau im Sommer 2011 so trägt. Und die Gazelle verrät die Hotspots der Fashion Woche.Sehen und gesehen werden. Darum geht es doch, im Mode-Universum, der Welt der Schönen und der ganz Schönen. Auf dem Bebelplatz kann man sich aber meist auf eines beschränken. Gucken. Oder schauen, glotzen, staunen. Hier finden die meisten der Textil-Inszenierungen statt. Auf dem Laufsteg im angenehm gekühlten Zelt. Los geht’s heute, am Mittwoch, um 10 Uhr. <strong>Marcel Ostertag</strong> löst das Label Schumacher als Eröffnungsdesigner ab (<strong>Dorothee Schumacher</strong> ist natürlich dennoch mit einer Schau vertreten). Dann wird meist im zwei Stunden Takt weiter über den Laufsteg stolziert. Bis einschließlich Sonnabend.Highlights des ersten Tages sind sicherlich auch die Schauen von <strong>Lala Berlin</strong> und <strong>Kaviar Gauche</strong>, zwei in der Szene viel beachtete Berliner Labels. Trachten-Schick gibt&#8217;s dann bei der feschen <strong>Lena Hoschek</strong>. Eine der sympathischsten Designerinnen. Jung, frech, bunt.Interessant ist aber vor allem, was abseits der Laufstege passiert. Viele Designer und Labels, die eigentlich nicht um offiziellen Programm mitmischen, klinken sich in die riesige Fashion-Maschine mit ein, um auch etwas vom medialen Aufmerksamkeitskuchen abzubekommen. Und manche wollen ihre Kollektionen auch gar nicht am Bebelplatz vorstellen. Wie<strong> Michael Michalsky</strong> zum Beispiel. Der wohl bekannteste Designer Berlins brät sich zu jeder Modewoche seine textile Extrawurst. Schon zweimal inszenierte er sich und seine Entwürfe im Friedrichstadtpalast, in diesem Jahr bespaßt er das Tempodrom. Sicher ein Highlight der kommenden Tage.Ein anderer Höhepunkt findet unter der Erde statt: Der <strong>Underground Catwalk</strong>. Im U-Bahnhof Alexanderplatz sammeln sich skurile und sexy Menschen, schön, schrill, bunt geschminkt, in rockiger, lasziv-leder angehauchter Mode gekleidet, um die wohl wildeste Schau der Woche abzuliefern: in einer U-Bahn! Selbstbewusste, starke und stark geschminkte Frauen und Männer nehmen daran teil. Der rollende Laufsteg schlängelt sich durch Berlins Untergrund und hält direkt vor dem Sage Club. Dort wird dann gefeiert, bis die Sonne aufgeht.Schon am Abend vor der ersten Schau ging es mit einem Knaller los. Hollywood-Star <strong>John Malkovich</strong> stellte im Szeneladen &#8220;<strong>The Corner</strong>&#8221; (um die Ecke ist übrigens Wolfgang Joops Laden &#8220;<strong>Wunderkind</strong>&#8220;) seine neue Kollektion vor: &#8220;Technobohemian&#8221;. &#8220;Es ist meine dritte Modelinie&#8221;, erzählte er der Gazelle.Die Gazelle - in Person einer Autorin und eines Autors - wird auch in den kommenden Tagen vom bunten Modezirkus in Berlin berichten.<em>Katharina Render </em></p>
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		<title>My Name Is Khan - Tickets zu gewinnen!</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 10:43:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toto</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[  
Ein neuer Film des Bollywood-Königs Shahrukh Khan. Ein Mann, dem die ganze Welt zu Füßen liegt. Ein Mann, gegen den George Clooney einpacken kann. Ein in den Himmel gejubelter Film-Gott der alles kann und alles darf. Nur so lässt sich auch sein neuestes Leinwand-Werk erklären. Solch einen wilden Film-Stilmix hat die Kino-Welt noch [...]]]></description>
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<p>Ein neuer Film des Bollywood-Königs Shahrukh Khan. Ein Mann, dem die ganze Welt zu Füßen liegt. Ein Mann, gegen den George Clooney einpacken kann. Ein in den Himmel gejubelter Film-Gott der alles kann und alles darf. Nur so lässt sich auch sein neuestes Leinwand-Werk erklären. Solch einen wilden Film-Stilmix hat die Kino-Welt noch nicht gesehen. Aber der Mann aus Neu-Delhi darf das. Und wirr dürfen ihm dabei ab sofort im Kino zusehen.</p>
<p> </p>
<p>Ein indischer Filmgott ist in der Stadt. Helle Aufregung in einem Berliner Kaufhaus, während der Berlinale. Der Gazelle-Autor, der hier die Mittagspause zum Einkaufen nutzt, wird von zwei nervösen Damen angesprochen, beide fein herausgeputzt, beide ungefähr Ende 40. „Haben Sie Khan schon gesehen?“ Khan? Ich runzle die Stirn. Jetzt merke ich: Mein Berlinale-Ausweis verrät mich. Wir kommen ins Gespräch. Die beiden Damen haben eine 600 Kilometer lange Autofahrt hinter sich. Wohin sie jetzt wollen, wissen sie nicht genau. Aber was sie wollen: Shah Rukh Khan sehen, ihm möglichst ganz nahe sein. Bei der Erwähnung seines Namens werden die beiden Damen so nervös und aufgeregt, dass die Befürchtung aufkommt, beide fallen gleich in Ohnmacht. Dies ist aber kein Einzelfall. Dem Bollywood-Helden liegen ganze Heerscharen von Frauen zu Füßen, reisen, wie bei der Berlinale-Premiere von „My Name Is Khan“ hunderte Kilometer, nur um den indischen Mega-Star einmal zu Gesicht zu bekommen.</p>
<p> </p>
<p><strong>Der 11. September verändert alles</strong></p>
<p> </p>
<p>„In My Name Is Khan“ spielt Khan einen in den USA lebenden muslimischen Immigranten mit Asperger-Syndrom. Normalerweise wird er in all seinen Filmen durchweg angeschmachtet, hier probiert er sich als Charakterdarsteller. Kein schlechter Versuch. Doch ein Shahrukh wäre nun mal kein Khan, wenn auch hier nicht das altbekannte einträte: Reihenweise fliegen Khan die Filmherzen zu. Das einer alleinerziehenden, hinduistischen Mutter erobert er im Sturm und die beiden treten vor den Traualtar. Es scheint, als hätte es Khan (so auch sein Filmname) in den USA geschafft. Doch dann geschieht ein Ereignis, dass den Film blitzsauber in hell und dunkel trennt. 9/11. Nach den Anschlägen des 11. September wird Khans Stiefsohn von Mitschülern so schwer misshandelt, dass er seinen Verletzungen erliegt. Die Mutter ist untröstlich. Sie bringt ihren Mann dazu, fortzugehen, und den US-Präsidenten persönlich davon zu überzeugen, kein Terrorist zu sein. Erst dann soll er wieder zu ihr zurückkehren.</p>
<p> </p>
<p>So beginnt eine jahrelange Odyssee, die stark an Forrest Gump erinnert. Der Filmheld streift dabei fast alle amerikanischen Großereignisse der jüngsten Zeit, selbst Hurrikan Katrina darf en bisschen wüten. Khan streift aber auch alle Film-Genres. Lovestory, Komödie, Sozialdrama, es ist für jeden etwas dabei. Lachen, Weinen, absurde, fast unmögliche Wendungen in der Handlung. Aber, wie schon erwähnt: Ein Khan darf das, und er macht seine Sache gut. Die sonst üblichen Bollywood-Tänze gibt es diesmal nicht, dennoch wird nicht an gefühlsduseliger Musik gespart. Dennoch: Trotz vieler Kritiker, die sagen: „Geht nicht.“ Khan gucken geht immer! Zumal dieser Film mit 126 Minuten deutlich kürzer ist, als viele andere Streifen aus Bollywoods Traumfabrik.</p>
<p> </p>
<p>Aufgepasst! Gazelle verlost 6&#215;2 Kino-Tickets! Sechs Gazelle-Leserinnen und Leser haben also mit ihrer Begleitung die Chance auf 126 Minuten Shahrukh Khan. Schreiben Sie eine Mail mit <a href="mailto:gewinn@gazelle-magazin.de">gewinn@gazelle-magazin.de</a></p>
<p>Einsendeschluss ist der 20. Juni 2010. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Tobias Render</em></p>
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		<title>Hiba al Kawas im Portrait</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 11:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toto</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[  Vom 20. März bis zum 7. April fand zum 7. Mal das Abu Dhabi Festival statt, eines der größten Klassik-Festivals der Welt. In diesem Jahr sollte ein Novum stattfinden: die libanesische Sängerin und Komponistin Hiba al Kawas war als Dirigentin angekündigt. Somit wäre al Kawas die erste Frau aus der arabischen Welt, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&amp;gt;     Normal   0   21         false   false   false                             MicrosoftInternetExplorer4   --><!--[if gte mso 9]&amp;gt;     --> <!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Calibri; 	panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:swiss; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:Calibri; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-bidi-font-family:Arial; 	mso-fareast-language:EN-US;} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --> <!--[if gte mso 10]&amp;gt;   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;}  -->Vom 20. März bis zum 7. April fand zum 7. Mal das Abu Dhabi Festival statt, eines der größten Klassik-Festivals der Welt. In diesem Jahr sollte ein Novum stattfinden: die libanesische Sängerin und Komponistin Hiba al Kawas war als Dirigentin angekündigt. Somit wäre al Kawas die erste Frau aus der arabischen Welt, der diese Ehre zugeteilt worden wäre. Das hat leider nicht geklappt, was uns natürlich nicht daran hindert, die Ausnahmekünstlerin einmal vorzustellen.<br />
Hiba al Kawas wurde 1972 in Saida (Libanon) geboren und studierte dort klinische Psychologie. In ihrem weiterführenden Studium beschäftigte sie sich mit Operngesang und wurde dafür vom Lebanese National Higher Conservatory ausgezeichnet. Heute ist Hiba al Kawas ein Mitglied des Konservatoriums.<br />
Ihre Liebe zur Musik führte sie auch nach Italien. Dort arbeitete sie lange und intensiv mit dem berühmten Tenor Carlo Bergonzi und dem Komponisten Maestro Franco Donatoni.<br />
Hiba al Kawas singt vor allem über ihre Heimat, dem Libanon. Sie singt von der Furcht der Menschen während der Kriege, sie singt davon, wie schlimm es ist zu sehen, wie ihr Geburtsort vom Bürgerkrieg aufgefressen wird. Ihr bekanntestes Lied über den Libanon ist „areftu bayrut“ – ich habe Beirut gekannt. Die Tochter einer Syrerin und eines Saudi, die in Abu Dhabi mit einem Geschäftsmann aus Bahrein verheiratet ist, versucht mit ihren Liedern das Lebensgefühl der Libanesen wiederherzustellen und die Schönheit ihres Landes zu betonen.</p>
<p>Heute arbeitet Hiba al Kawas unter anderem als Dozentin an der Lebanese University, sie übernimmt die musikalische Leitung am Teachers´ Training College für Musik in Beirut, sie ist Mitglied des High National Committee of Music der UNESCO und zudem Mitglied des nationalen Kommitees für Wissenschaft, Erziehung und Kultur.</p>
<p>Das Abu Dhabi Festival wurde in diesem Jahr durch den tragischen Tod von Scheich Ahmed Bin Zayed Al Nahyan überschattet, dem Bruder des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Kalifa bin Zayed Al Nahyan. Während der dreitägigen Staatstrauer wurden auch Konzerte des Festivals gestrichen. Davon betroffen waren „Pictures Reframed“ von Leif Ove Andsnes und Robin Rhode sowie das Chopin-Konzert des chinesischen Pianisten Yundi Li.</p>
<p>von Sahar Sarreshtehdari</p>
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		<title>Bahn fahren – Frust sparen? Von wegen!</title>
		<link>http://blog.gazelle-magazin.de/2010/04/15/bahn-fahren-%e2%80%93-frust-sparen-von-wegen/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 12:19:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toto</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[  Eine – leider nicht ungewöhnliche – Begegnung am Ticketschalter
aufgeschrieben von Sunya Baaroun
Forsch, in rigoroser Manier, lehnte sich der etwas korpulente Herr um die fünfzig in seinen Stuhl zurück.  Leise gibt die Stuhllehne einen Seufzer von sich. Ein Hauch von Hohn umspielt seine Mundwinkel, die für einen Moment lang kurz gen Wangenknocken zucken. Ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;     Normal   0   21         false   false   false                             MicrosoftInternetExplorer4   --><!--[if gte mso 9]&gt;     --> <!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Calibri; 	panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:swiss; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:Calibri; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:EN-US;} a:link, span.MsoHyperlink 	{color:blue; 	text-decoration:underline; 	text-underline:single;} a:visited, span.MsoHyperlinkFollowed 	{color:purple; 	text-decoration:underline; 	text-underline:single;} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --> <!--[if gte mso 10]&gt;   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;}  --><strong>Eine – leider nicht ungewöhnliche – Begegnung am Ticketschalter</strong></p>
<p><strong>aufgeschrieben von Sunya Baaroun</strong></p>
<p>Forsch, in rigoroser Manier, lehnte sich der etwas korpulente Herr um die fünfzig in seinen Stuhl zurück.  Leise gibt die Stuhllehne einen Seufzer von sich. Ein Hauch von Hohn umspielt seine Mundwinkel, die für einen Moment lang kurz gen Wangenknocken zucken. Ob er ihr seinen Namen nennen  könne,  fragte die junge Frau. Nicht mehr und nicht weniger. Nach all seinen, vornehmlich kurzgehaltenen, jeglichen Ansatz von Höflichkeit aussparenden Kommunikationsanteilen, war sie nun doch sehr erbost. Die Sache war nämlich so: Sie, Naila Khan, Tochter eines indischen Journalisten und einer deutschen Flamencotänzerin, selbst internationale Künstlerin in der Spate Indien- and Bellydancestyle,  wollte sich just nach einer geeigneten Reiseverbindung erkundigen. Ihre frisch aus Indien eingeflogene Freundin Maya beabsichtigte, sie durchs Ruhrgebiet zu führen, schließlich war man ja Kulturhauptstadt Europas 2010. Ein triftiger Grund, sich einmal als Reiseführer zu probieren.</p>
<p>Maya, durch Zufall gerade in Deutschland, um hier einigen marktwirtschaftlichen Forschungsarbeiten nachzugehen, wollte sich dies nicht entgehen lassen. Dass dies aber ein Akt sondergleichen werden sollte, hätten die Damen zuvor nicht geahnt. Beide ließen sie das Auto mit Bedacht in der Garage stehen, denn wollten sie sich die freien Nachmittagsstunden nicht durch Staus vermiesen lassen. Man setzte deshalb auf die Deutsche Bahn, die sich den zwei zarten, dunkelhaarigen Frauen dann in ihrer ganz eigenen Weise präsentierte:  Am Ticketschalter wurden beide weder begrüßt, noch blickte man ihnen, während sie ihr Anliegen vortrugen, auch nur halbwegs ins Gesicht. Auf jede Frage von Naila gab der Bahnbedienstete demonstrativ zu verstehen, dass er gerade keine Lust habe, sich mit der jungen Frau zu beschäftigen. Mal rollte er mit den Augen, verschärfte bei Belieben die Tonlage, um dann grandios vom Zynischen ins bitter Abfällige zu wechseln.  Zusätzlich wusste er seine Sätze auf solch wenige Wörter zu reduzieren, dass diese verbale Sparsamkeit nicht selten eine völlige Sinnfreiheit des Gesagten garantierte. Frau Khan wurde es zu bunt, als diese zu einer weiteren Frage ansetzte und der Herr vor ihr nur sagte. „Was ist denn nun noch?“ Also erkundigte sie sich nach seinem Namen. Zumindest bei seinem Vorgesetzten beschweren wollte sie sich.</p>
<p>Der Bahnbedienstete pausierte hierauf erst mal einen Moment, um sich anschließend in seinem Stuhl zurückzulehnen (Szene von oben). Dann wanderte sein Zeigefinger schwerfällig, beinahe missmutig  zu dem Namensschild, das halb versteckt und schief zwischen linkem obersten Brustansatz und Achselbereich zu verschwinden drohte.  Dies nur, um gleich darauf brummig anzufragen ob Naila Khan denn etwa  nicht lesen könne. „Doch, aber ihr Schild hängt schief“, antwortet diese deutlich betroffen. Worauf sie nichts, außer einem grotesken Lächeln zur Antwort bekam.</p>
<p> </p>
<p><em>Kennen Sie auch solche Erlebnisse? Erzählen Sie uns die ärgerlichsten, lustigsten, kuriosesten, schrägsten und absurdesten Ereignisse, die Ihnen in öffentlichen Verkehrsmitteln widerfahren sind. Egal ob am Ticketschalter, in U-Bahn, Bus, Straßenbahn, Zug, S-Bahn, auf der Fähre, am Flughafen, im Flieger… schildern Sie uns in einer Email mit dem Betreff „Gazelle kurios“ an</em></p>
<p><em> <strong><a href="mailto:info@gazelle-magazin.de">info@gazelle-magazin.de</a></strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p> </p>
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		</item>
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		<title>Kampf gegen Residenzpflicht - Porträt des Aktivisten Komi E.</title>
		<link>http://blog.gazelle-magazin.de/2010/03/26/kampf-gegen-residenzpflicht-portrat-des-aktivisten-komi-e/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 01:55:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toto</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[   Gazelle-Autorin Eleonora Roldán Mendívil sprach mit dem Aktivisten Komi E., der 2003 aus politischen Gründen aus dem Togo floh und in die Bundesrepublik Deutschland kam. Mit anderen aktiven Menschen begleitete sie ihn am 26.02.10 zum Gerichtsverfahren nach Halle (Saale) - er klagte gegen die Erhebung von 10€, die von Flüchtlingen bei jeden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <!--[if gte mso 9]&amp;gt;     Normal   0         21         false   false   false      DE   X-NONE   X-NONE                                                     MicrosoftInternetExplorer4                                                   --><!--[if gte mso 9]&amp;gt;                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                --> <!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:"Cambria Math"; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:1; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-format:other; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:0 0 0 0 0 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-unhide:no; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman","serif"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:EN-US;} .MsoChpDefault 	{mso-style-type:export-only; 	mso-default-props:yes; 	font-size:10.0pt; 	mso-ansi-font-size:10.0pt; 	mso-bidi-font-size:10.0pt;} @page Section1 	{size:595.0pt 842.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --> <!--[if gte mso 10]&amp;gt;   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi;}  --><em>Gazelle-Autorin Eleonora Roldán Mendívil sprach mit dem Aktivisten Komi E., der 2003 aus politischen Gründen aus dem Togo floh und in die Bundesrepublik Deutschland kam. Mit anderen aktiven Menschen begleitete sie ihn am 26.02.10 zum Gerichtsverfahren nach Halle (Saale) - er klagte gegen die Erhebung von 10€, </em><em>die von Flüchtlingen bei jeden Antrag auf Verlassen des Landkreises zu zahlen sind</em><em> -  und fing die Stimmung der Mitreisenden und deren ablehnende Haltung gegenüber der, gegen die Menschenrechte verstoßenden Residenzpflicht ein.</em></p>
<p>Morgens, 7 Uhr. Ca. 30 Menschen haben sich vor dem Reisezentrum am Alexanderplatz versammelt. Die Stimmung ist etwas gedrückt - auch wenn alle lächeln und versuchen sich den Schlaf aus den Augen zu reiben. Komi E. begrüßt alle persönlich. Zwanzig Minuten später macht sich die Gruppe auf den Weg zum Bus. Heute geht es nach Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt. Wer ist Komi E. und warum konnte er diese Menschen mobilisieren ihn so früh zu begleiten?</p>
<p><strong>Komi E.</strong></p>
<p>Komi E. wurde im Togo geboren wo er bis 2003 lebte. Hier besaß er ein Textilgeschäft und war als Einzelhändler tätig. Komi trat der Oppositionspartei UFC - Union des Forces de Changement - (Union der Kräfte der Veränderung) bei, welche einen freien und demokratischen Staat Togo anstreben.</p>
<p><strong>Geschichte Togos</strong></p>
<p>Geschichtlicher Hintergrund: Im Gegensatz zu den umliegenden Gebieten kam es auf dem Territorium des heutigen Togo in vorkolonialer Zeit nie zur Gründung größerer staatlicher Einheiten. Das heutige Staatsgebiet von Togo, Ergebnis relativ junger, kolonialer Grenzziehung, war in seiner Geschichte ständiger Emigration und Inmigrantion ausgesetzt. Daher der heutige „Vielvölkerstaat“. Seit dem 16. Jahrhundert war die Küste Togos als sogenannte „Sklavenküste“ bekannt, da sie Europäern als Quelle für afrikanische Sklaven diente. Europäische Kolonialmächte - Deutschland, Großbritannien, Frankreich - teilten das Gebiet unter sich auf, verloren es durch Kriege wieder und zogen nach belieben neue Grenzen. 1957 schloss sich Britisch-Togoland an das nun „unabhängige“ Ghana an. Der französische Teil erhielt 1955 von Frankreich Autonomie und schließlich 1960 die volle „Unabhängigkeit“. Von 1967 bis 2005 beherrschte General Gnassingbé Eyadéma das Land. Massive Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen haben viele Menschen - auch Komi E. - ins Exil gezwungen. Nach dem Tod von Gnassingbé Eyadéma am 5. Februar  2005 ernannte die Armee des Landes seinen Sohn Faure Gnassingbé zum neuen Präsidenten. Am 25. Februar trat dieser unter internationalem Druck jedoch wieder zurück. Das Amt wurde vom Parlamentspräsidenten übernommen. In der äußerst umstrittenen Wahl vom 24. April 2005 wurde der Sohn des Diktators zum Präsidenten gewählt; mehr als 500 Menschen starben bei und nach diesen Wahlen.</p>
<p><strong>Kampf gegen Ungerechtigkeiten</strong></p>
<p>Komi E. kämpfte schon im Togo gegen Ungerechtigkeiten und für die konsequente Umsetzung der Menschenrechte und auch in Deutschland nahm er seine politischen Rechte wahr.</p>
<p>Wie alle Flüchtlinge wurde Komi E. nach seinem Asylantrag in eine „Gemeinschaftsunterkunft für AsylbewerberInnen“ gewiesen. Diese „Lager“ befinden sich meist in ländlichen Gebieten. Komi E. fühlte sich eingeschränkt, er wurde bevormundet: Lebensmittel und Kleidung wurden ihm, wie den anderen, mehr oder weniger zugeteilt. Um Freunde außerhalb seines Landkreises zu besuchen musste er bei der Ausländerbehörde, gegen eine Gebühr von 10 Euro, einen Antrag auf Verlassen des Landkreises stellen. Denn Asylbewerber stehen unter der sogenannten „Residenzpflicht“ und dürfen sich ohne „Erlaubnis“ nicht frei bewegen. Aufgrund der finanziell geringen Einkünfte von Flüchtlingen in Deutschland (ihnen werden je nach Landkreis um die 40€ monatlich zugeteilt), wird ihnen damit das Recht „sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen“ unmöglich gemacht, obwohl dies ein im Artikel 13 der UN- Menschenrechtscharta verankertes, allgemeines Menschenrecht ist. Die geographische und institutionelle Ausgrenzung von Flüchtlingen in Deutschland wird damit durch weitere finanzielle Hürden verschärft.</p>
<p><strong>Gründung: Togo Action Plus</strong></p>
<p>„Warum dürfen wir nicht arbeiten, uns nicht frei bewegen, eigenständig unser Leben hier gestalten?“ fragt Komi E. Und die Ausländerbehörde Halle (Saale) verlangte weiterhin 10 Euro von ihm wenn er zum Beispiel seine Verlobte in Berlin besuchen wollte. Nach dem Selbstmord eines Togolesischen Freundes in einer „Gemeinschaftsunterkunft für AsylbewerberInnen“ im Jahr 2004 – er hatte 10 Jahre auf die Bewilligung seines Antrages gewartet – beschloss Komi E. mit anderen Flüchtlingen aus dem Togo ihre Situation nicht mehr tatenlos zu akzeptieren; die Flüchtlingsinitiative <em>Togo Action Plus</em> entstand. Das Ziel der Initiative, bei der Komi E. als Vizepräsident fungiert,  ist es die Situation von AsylbewerberInnen in Deutschland öffentlich zu machen. „Am Anfang waren viele dabei“, erzählt Komi „dann wurde ihnen von den Behörden mit Abschiebung gedroht. Bei einigen blieb es nicht nur bei der Drohung - andere gingen aus Angst in den Untergrund.“ Heute finanziert sich <em>Togo Action Plus</em> aus privaten Spenden.</p>
<p><strong>Klage gegen 10-Euro-Gebühr</strong></p>
<p>Komi E. setzte sich mit dem Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt zusammen und beschloss, gegen diese 10-Euro-Gebühr zu klagen. Dies geschah 2007, Komi E. besaß damals eine Duldung, ein Zustand ständiger Angst vor der Abschiebung. Mit Unterstützung vom <em>Flüchtlingsrat Halle (Saale)</em>, der antikolonialen Initiative <em>Karawane</em>, der Initiative zur Unterstützung von Flüchtlingen <em>no lager halle</em>, dem Bündnis verschiedener antirassistischen Gruppen und Einzelpersonen <em>Plataforma</em> (heute <em>Ex Plataforma</em>)<em>,</em> der Flüchtlingsplattform <em>The Voice</em>, und zahlreichen Privatpersonen organisierte Komi E. verschiedene Aktionen gegen die<br />
10-Euro-Gebühr und gegen die Residenzpflicht im allgemeinen: Faxkampagnen, Demonstrationen, Veranstaltungen zu Rassismus in Deutschland.</p>
<p>Einige Tage nach der erfolgreichen Faxkampagne erreichte Komi E. ein Bescheid von der Ausländerbehörde Landkreis Saalekreis (Merseburg), in dem er zu einer Rückzahlung von vermeintlichen „Abschiebevorbereitungen“ von über 1165,01 Euro aufgefordert wurde. Alle aufgelisteten Kosten in dem Bescheid entsprechen aber nicht der genannten Begründung der Behörden. Dieser skurrile Bescheid - den andere auf Abschiebung wartende nicht bekamen - wurde jedoch vor Kurzem aus Gründen der „Verjährung“ zurückgezogen.</p>
<p><strong>„Widerstand ist unsere Waffe“</strong></p>
<p>In Halle treffen Komi E. und seine UnterstützerInnen noch mal auf. Die Aktivisten samt Presse begeben sich in den Gerichtssaal und nach 30 Minuten steht fest: Komi E. hat zu Recht geklagt. Die Erhebung einer 10-Euro-Gebühr von Seiten der Ausländerbehörde ist rechtwidrig. Komi E. wird seine gezahlten 10 Euro erstattet bekommen - seine Klage war erfolgreich. Es wird geklatscht, man nimmt sich in den Arm. „ich fühle mich erleichtert“ versichert Komi E. „aber hätte ich verloren, dann wäre ich in die nächste Instanz gegangen, denn Widerstand ist unsere Waffe.“ Die letzten Worte sind heute schon öfters gefallen.</p>
<p>Auf Nachfrage erfahre ich von einem jungen Berliner, dass er Komi E. unterstützt, da es gegen die Menschrechte verstößt, wie mit ihm und anderen Flüchtlingen umgegangen wird. „Meine Ausbildung beim Auswärtigem Amt hat mich maßgeblich politisiert“, sagt er „das hier vermittelte autoritäre Menschenbild hat mich erschüttert und mich zum aktiv werden motiviert.“ Die Schikanen gegen sogenannte „Ausländer“ seien nicht integrationsförderlich und er werde sich das Recht, öffentlich Druck zu machen, nicht nehmen lassen. Der 22-Jährige versicherte, in diese Richtung weiter politisch aktiv zu sein.</p>
<p>Eine andere Berlinerin (26) hält das ganze Konzept der Residenzpflicht für falsch und äußerst fatal. Sie ist sich im Klaren, dass es sehr schwer sein wird dieses Gesetz abzuschaffen will aber trotzdem laut dagegen protestieren. „Zwar ist dies ein Einzelfallurteil, jedoch wird es maßgebend für die Zukunft sein. Dies ist eine wichtige Grundlage für Betroffene um sich zu wehren.“</p>
<p><strong>Flashmob-Demo</strong></p>
<p>Nach dem positiven Urteil versammelten sich die Aktivisten zu einer Flashmob-Demo und zogen mit drei Transparenten durch die Innenstadt. Es wurde „Stop, Stop, Stop Residenzpflicht!“ gerufen, Passanten wurden mit Flyern auf das Anliegen aufmerksam gemacht.</p>
<p><strong>„Ich habe nun das Recht, hier zu bleiben“</strong></p>
<p>Nach einem durch und durch geglückten Tag sitzt Komi E. erschöpft im Reisebus. Auch seine Frau und sein kleiner Sohn können nun richtig verschnaufen. „Was sind deine Pläne für die Zukunft?“ frage ich Komi E. „Ich habe nun das Recht hier zu bleiben. Meine Familie ist hier in Berlin und hier möchte ich auch bleiben. Ich werde dafür kämpfen, dass mein Sohn in dieser Gesellschaft nicht diskriminiert wird. Ich möchte eine feste Arbeit finden, in einer Antirassismus Beratungsstelle oder ähnlichem. Ich werde hundertprozentig aktiv bleiben.“ Komi E. lächelt.</p>
<p>Die Residenzpflicht ist ein menschenverachtende deutsche Regelung und neben den üblichen Diskriminierungen gegen Asylsuchende nur die Spitze des Eisberges. Ein sozialer Staat sollte flüchtende Menschen wohlwollend aufnehmen und nicht gleich unter Generalverdacht stellen. Warum können AsylbewerberInnen nicht bei Freunden und Familie verweilen, solange über ihren Antrag entschieden wird? Wir sprechen von Menschen, mit einem Leben, einer Vergangenheit, einer Familie, mit Träumen und Wünschen. Sie werden eingepfercht und ausgegrenzt; finanziell, sozial und emotional. Wollen wir dies als Zivilgesellschaft dulden? Wenn wir nicht aufbegehren, wer dann?</p>
<p>Gerade Menschen, die diese harten Etappen der Asylsuche durchlaufen haben, sollten sich hierfür einsetzen, ihre Lebensgeschichte teilen und weiterhin diejenigen nicht vergessen, deren Stimmen nicht so laut hallen - weil sie nicht auf Deutsch protestieren oder weil sie des Schreiens müde sind. Es liegt in unserer Hand etwas zu verändern und Druck auf die Politik auszuüben.</p>
<p>Komi E. ist ein sehr mutiger Mann, der von sehr klar denkenden starken Menschen unterstützt wird. Hoffen wir, dass sich in Zukunft noch mehr Menschen zusammenfinden um zu rufen: „Residenzpflicht abschaffen!“</p>
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		<title>Dresden, 13.02.2010: Sie kamen nicht durch!</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 00:11:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toto</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[  
 Vor einigen Wochen entschloss ich mich dem Aufruf „Dresden Nazifrei“ nachzukommen und trotz Unilernstress mein Möglichstes zu tun um am 13.02.10 den faschistischen Aufmarsch Tausender zu verhindern.
Da sämtliche Busse aus Berlin schon voll waren, fuhr ich zusammen mit 3 Bekannten und 4 kurzentschlossenen Mitfahrerinnen am Samstag um 8h von Berlin Richtung Dresden [...]]]></description>
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<p>Da sämtliche Busse aus Berlin schon voll waren, fuhr ich zusammen mit 3 Bekannten und 4 kurzentschlossenen Mitfahrerinnen am Samstag um 8h von Berlin Richtung Dresden mit einem privaten VW-Bus los. Trotz Polizeikontrollen kamen wir gegen 10:30h am Dresdner Hauptbahnhof auf der Südseite der Elbe an.</p>
<p><strong>Wo ist die Kundgebung?</strong></p>
<p>Nach einer kurzen Stärkung an einem Stand und der Vergabe wichtiger Informationen in Papierform machten wir uns zu fünft auf den Weg zu einer der  Hauptkundgebungen - das Etappenziel für den Vormittag. Nach einem kleinen Spaziergang trafen wir am angeblichen Kundgebungsort auf vereinzelte meist schwarz gekleidete Antifa-Gruppen und auf eine gute Masse bunt gekleideter Menschen. Hier fing die Demonstration „GehDenken“ unter anderem mit  bündnisgrünener Beteiligung und zum Beispiel mit Partizipation Evangelischer Jugendverbände an. Hier gedachten wir den zivilen Opfern des Bombardements in Dresden vor genau 65 Jahren. Es war schon ein interessantes Bild die schwarzen meist jungen Antifa-Gruppen neben den Familien des „GehDenken“-Protestes friedlich hintereinander laufen zu sehen.</p>
<p>Für uns war klar: wir wollen auf die andere Elbseite um aktiv mit zu blockieren, denn genau hier sollte die Naziroute verlaufen. Die massive Polizeipräsenz - ich zählte mehr als sieben Hubschrauber am Himmel - wurde uns an diesem Punkt noch einmal einschüchternd gezeigt.</p>
<p><strong>Wie kommen wir zur Neustadt?</strong></p>
<p>Nach einigen missglückten Versuchen wurde uns bewusst, dass die Polizei die Brücken Richtung Neustadt auf der anderen Elbseite abgeriegelt hatte und nur noch Anwohnern den Durchgang gewährte. Dies war unzulässig, denn auch auf der Neustädter Seite gab es zahlreiche angemeldete und zulässige Gegendemonstrationen zu denen man uns den Zugang eigentlich nicht hätte verwehren dürfen. Etwas enttäuscht machten wir uns auf den Weg gen Osten und grübelten darüber nach wie wir uns doch noch auf die andere Elbseite durchschlagen könnten. Hierbei ist uns eine Tram aufgefallen, die von der Südseite über die Albertbrücke immer noch regelmäßig zur Neustadt fuhr. Kurzerhand suchten wir eine nicht von Polizeibeamten „besetzte“ Haltestelle und fanden nach einiger Zeit die richtige Tram-Haltestelle. Etwas aufgeregt stiegen wir - mit entwerteten Fahrausweisen - ein und verteilten uns in dem Wagon. Kurz vor der Albertbrücke kamen dann uniformierte Beamte in die Tram und suchten systematisch „links aussehende“ (wie sie es nannten) um diese wieder aus der Tram herauszuholen. Es war erschreckend miterleben zu müssen, wie deutsche Polizisten in „Kampfmontur“ Menschen nach Aussehen und vermeintlich gefährlicher Gesinnung selektierten. Erschreckend auch, wie hilflos man sich dabei vorkommt, denn ein Einschreiten hätte auf jeden Fall auch für uns das Ende der Fahrt bedeutet. Wir  waren heilfroh, lediglich beäugt worden zu sein und der „Staatsmacht“ mit unserem wohl „unlinkem“ Auftreten nicht aufgefallen zu sein.</p>
<p><strong>Endlich: Auf der Nordseite der Elbe</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Auf der Nordseite der Elbe ging es dann schnell zum Albertplatz wo sich viele GegendemonstrantInnen aufhielten. Nach einer kurzen Stärkung bewegte sich der Demo-Zug Richtung Westen. Ohne genau zu wissen warum schlossen wir uns an. Nach und nach sickerte die Information durch, dass die Nazis im Bahnhof Neustadt mehr oder weniger eingekesselt waren und nun eine Route - westlich des Neustädter Bahnhofes - zugewiesen bekommen hätten. Neben vielen, vor allem jungen DresdnerInnen und Antifas marschierten wir also nun  weiter und versuchten uns Richtung Bahnhof Neustadt durchzuschlagen. Dies erwies sich jedoch als unmöglich, da die Polizei diesen weiträumig abgeriegelt hatte. Wir gerieten in einige brenzlige Situationen bei denen Tränengas und Wasserwerfer gegen die Demonstranten gerichtet wurden; davor wurden vereinzelt Schneebälle, Plastikflaschen und Feuerwerkskörper Richtung Polizei geworfen. Wir sahen wie Mülleimer, ganze Müllcontainer und Restaurantinventar brannten und wie ein Auto - mit einem Deutschlandsticker - teilweise demoliert war. Kopfschüttelt und verärgert drüber, wie man so etwas unpolitisches tun kann gingen wir weiter.</p>
<p><strong>Kein Naziaufmarsch </strong></p>
<p>Ab 17 Uhr war klar, dass sie Nazis nicht auflaufen konnten und, dass ihr „Trauerzug“ nicht stattgefunden hatte. Hiernach beschlossen wir uns einen Weg zurück Richtung Hauptbahnhof zu bahnen, was leichter gesagt war, als getan. Trotz Polizeikette gab es einen kleinen Weg neben den Bahnschienen den wir mit einigen anderen GegendemonstrantInnen passieren durften. Plötzlich hieß es „Halt!“ und ich blieb stehen und sah wie die Polizisten langsam auf unseren Trupp zukamen. Meine Leute gingen jedoch seelenruhig weiter also reihte ich mich kurzerhand ein. Die jungen Leute hinter uns durften nicht passieren.</p>
<p>Gegen 18h kamen wir wieder am Albertplatz an uns konnten ungehindert die Polizeibarrieren Richtung Altstadt passieren. Wir begleiteten einen von uns - vorbei an Polizeibeamten -  zur anderen Seite des Hauptbahnhofes und auf dem Rückweg sahen wir sie dann doch: vielleicht vier oder fünf junge Faschisten, ganz in schwarz und mit kurz geschorenen Haaren tauchten vor uns auf. Dicht gedrängt gingen wir - zusammen - Richtung Ausgang. Hier konnte ich „Deutschland“ in Runenschrift auf einem Rucksack erkennen und gleich darunter das Eiserne Kreuz mit preußischer Flagge im Hintergrund. Vor dem Ausgang standen einige „Linke“ und ich war mir sicher, dass es zu Ausschreitungen kommen würde aber da die Nazis nicht auf den ersten Blick als solche zu erkenne waren passierte nichts.</p>
<p>An dem VW-Bus angekommen trafen wir auf zwei unserer Mitfahrerinnen zurück nach Berlin und tauschten unsere Eindrücke aus.</p>
<p>Zu guter letzt hatten wir, zum Glück kurz vor einer Dresdner Tankstelle, eine Autopanne woraufhin unser Transportmittel abgeschleppt wurde. Nach ca. einer Stunde stand der Ersatzwagen bereit und wir kamen alle ungeschadet -  von den kalten, nassen Füße abgesehen - zurück nach Berlin.</p>
<p><strong>Den vielen Faschisten Dresden nicht überlassen</strong></p>
<p>Auch wenn wir nicht aktiv mitblockieren konnten, da wir zu keiner Zeit eingehakt auf dem Boden saßen, fanden wir es wichtig und richtig am Samstag präsent zu sein um den vielen Faschisten Dresden nicht zu überlassen. Ich glaube alleine unsere Anwesenheit hat etwas unter den DresdnerInnen aber auch unter anderen GegendemonstrantInnen bewirkt. Ich denke, dass Faschismus und Rassismus uns alle angehen und fand es unglaublich schade, wie wenig „bunte Gesichter“ ich auf Seite der GegendemonstrantInnen gesehen habe. Diese braune Ideologie ist überall auf der Welt verbreitet und ich würde gerne dazu beitragen, dass mehr Menschen - auch mit „Zuwanderungshintergrund“ - dagegen aktiv ein Zeichen setzen und betroffene Bürgerinnen und Bürger nicht im Stich lassen, indem sie „zu Hause“ bleiben und/oder sich nicht angesprochen fühlen.</p>
<p>Als Mensch sehe ich es als meine Pflicht an, faschistischen Ideologien keinen Raum zu geben. Demokratie heißt für mich, dass jeder/ jedem das Recht zur freien Meinungsäußerung gegeben wird, solange diese nicht menschenverachtend ist bzw. die Freiheit eines/einer anderen/anderer einschränkt. Sobald gegen dies verstoßen wird, und „Deutschland den Deutschen“ verstößt klar dagegen, hat dieser Mensch, in meinem Augen, das Recht zur freien Meinungsäußerung vertan. Die Erde ist rund und endlich und ich sehe nicht ein, dass ein Mensch mehr Recht hat an einem Ort zu sein bzw. sich niederzulassen als ein anderer, um es mit Kants Worten zu sagen.</p>
<p>Ich hoffe, dass es keine „Dresden Nazifrei 2011“-Aktion geben muss aber wenn dies der Fall sein sollte, können die DresdnerInnen mit einer weiteren aktiven, sich bekennenden Antifaschistin rechnen!</p>
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		<title>Mercedes Benz Fashionweek 1. - 4. Juli 2009</title>
		<link>http://blog.gazelle-magazin.de/2009/07/13/mercedes-benz-fashion-week-1-4-juli-2009/</link>
		<comments>http://blog.gazelle-magazin.de/2009/07/13/mercedes-benz-fashion-week-1-4-juli-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 10:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Khayati</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>

		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[  

Letzte Woche war es wieder soweit – Mercedes Benz Fashion Week in Berlin -  ich bin immer noch nicht ganz akklimatisiert. Neben einschlägigen Kandidaten wie Minu Barati Fischer, Heike Makatsch, Julia Stegner und Matthias Schweighöfer, durfte also auch ich mich ins Getümmel stürzen und ein bisschen exklusives VIP-Feeling geniessen. (Naja, halt immer etwa [...]]]></description>
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<p><strong><br />
</strong>Letzte Woche war es wieder soweit – Mercedes Benz Fashion Week in Berlin -  ich bin immer noch nicht ganz akklimatisiert. Neben einschlägigen Kandidaten wie Minu Barati Fischer, Heike Makatsch, Julia Stegner und Matthias Schweighöfer, durfte also auch ich mich ins Getümmel stürzen und ein bisschen exklusives VIP-Feeling geniessen. (Naja, halt immer etwa aus Reihe 4 -17, aber immerhin) Los ging es am Dienstagabend mit der Eröffnung der Modemesse Bread &amp; Butter in der Berliner Columbiahalle. Dem Unwetter, das draußen tobte, nicht wirklich entkommen, fieberten wir also nass und vom Rennen verschwitzt dem Auftritt von Mando Diao entgegen. Derart zugerichtet habe ich mich aber nur ganz kurz fehl am Platz gefühlt. Letztendlich fand ich meine Aufmachung bzw. meinen Zustand dann doch sehr authentisch für ein Rockkonzert.</p>
<p>Weiter ging es am nächsten Morgen mit der Marcel Ostertag Show. Nach dem Sieg beim Karstadt New Generation Award 2008 zeigte er bereits zum dritten Mal seine Entwürfe im Zelt am Bebelplatz. Der Designer widmete sich in seiner Kollektion Spring/ Sommer 2010 „Der Natur. Strukturen und Farben, Mixturen von Gesteinen und Licht“ Das gefiel ganz gut – und mir besonders ein nachtblaues Seidenhosen-Fransenoberteil Ensemble (oder waren es Federn? Ich saß wohl einfach doch zu weit hinten).</p>
<p>Wer dann – wie meine Wenigkeit – erst wieder Tickets für eine der späteren Shows hatte, konnte sich die Zeit hervorragend mit dem Besuch einer der vielen frei zugänglichen Veranstaltungen rund um die Fashion Week vertreiben. Beispielsweise der Berliner Showroom Meile im Peek &amp; Cloppenburg am Kudamm, dem GREENshowroom im Hotel Adlon, oder dem vierten ‚Wedding Dress’ Modefestival mit Streetstyle-Show und Designern wie Comtesse de la Haye oder Kilian Kerner. Letzterer entwirft seit Neuestem übrigens auch im Team mit oben genanntem Herrn Schweighöfer, MTV VJ Joko Winterscheidt und Sebastian Radlmeier Shirts unter dem Namen ‚German Garment’.</p>
<p>Pünktlich zurück zur 18 Uhr Show von Patrick Mohr stellte sich heraus, dass der vorbildliche Fachbesucher sich vor dem Beiwohnen einer Präsentation vielleicht auch mal ein wenig ausführlicher mit dem Konzept hinter dem Design beschäftigen sollte. Ich hatte mich zwar im Internet mit Mohr, seiner Biografie und Philosophie vertraut gemacht, war dann aber doch höchst irritiert, als mein Freund Agoe mir vor Showbeginn ein Exemplar des ‚Strassenfegers’ in die Hand drückte, welches er am Eingang erhalten hatte. Aufklärung erhielt ich, sobald die ersten Models den Laufsteg betraten: Statt den gewohnten Laufsteg-Elfen schritten von der Straße gecastete Obdachlose in den avantgardistischen Kreationen des ehemaligen Henrik Vibskov Schülers über den Catwalk. Das konnte man am Ende finden wie man wollte (fehl am Platz oder spannender konstruktivistischer Ansatz), Aufmerksamkeit und PR waren dem Designer sicher.</p>
<p>Im Anschluss ging es zum evian-Empfang im Weekend. Als bekennender Couch-Potatoe – Schande über mein Haupt – war ich zum ersten Mal in dem Club am Alex und daher angemessen überwältigt vom atemberaubenden Ausblick, den man von der Dachterrasse im 16. Stock aus genießen konnte. Spätabends zog es uns zur Reebok Party in die Villa in der Landsberger Allee. Ich würde sagen, so lässt sich ein Schuh doch angemessen feiern…</p>
<p>Donnerstagnachmittag dann eines meiner persönlichen Fashion Week Highlights: Die Show des Labels LaLa Berlin. Ich liebe die Entwürfe der iranischstämmigen Designerin Leyla Piedayesh inniglich und lege seit nunmehr zwei Jahren jeden zu entbehrenden Cent für den Erwerb eines ihrer berühmten Cashmere-Tücher zurück. Frau Piedayesh enttäuschte in keiner Hinsicht – ich hätte jedes der in Schwarz, Pink und Nudetönen gehaltenen Kollektionsteile vom Fleck weg in meinen Kleiderschrank integrieren können. Die traurige Tatsache, dass ich weder Karten für die nachfolgende Strenesse-Show, noch Custo Barcelona oder Boss Orange ergattern konnte, feierte ich am Abend einfach auf der Puma-Party am Tauentzien und dem Premium &amp; Friends Event der gleichnamigen Modemesse weg. Mit Cranberrysaft und Grillwürsten trotzten wir unverwüstlich dem immer wieder einsetzenden Platzregen.</p>
<p>Leider hielt sich das Wetter auch in den nächsten Tagen nicht wirklich – entweder war es unerträglich schwül oder löste sich die angestaute Hitze in Gewitter- und Regenstürmen auf. Klimatechnisch für alles bereit und nahezu ‚profi-globetrottermäßig’ ausgerüstet, besuchte ich am Freitag die Bread &amp; Butter auf dem historischen Gelände des Flughafens Tempelhof. Leider ein bisschen zu spät, der Abbau war schon in vollem Gange. Liebend gerne hätte ich mir für nationale und internationale Aussteller wie Moschino, Modström, Zoo York oder Lee etwas mehr Zeit genommen. Michalsky um 21 Uhr im Friedrichstadtpalast war für mich ebenso wie die größeren Shows am Vorabend bedauerlicherweise nicht zu realisieren. Also bin ich zu Hause geblieben, um dem krönenden Abschluss meiner Fashion Week Woche am nächsten Tag entgegenzufiebern: ‚Bridal Couture’ des Berliner Labels Kaviar Gauche.</p>
<p>Bevor mich Alexandra Fischer-Roehler und Johanna Kühl allerdings überzeugten, wenn überhaupt, dann nur in ihrem Design zu heiraten, machte ich mich Samstag aber noch auf den Weg ins Hotel de Rome zur Pressekonferenz des vom Goethe Institut initiierten Createurope: The Fashion Award. Der alljährlich stattfindende Wettbewerb für Jungdesigner wurde diesmal um Bewerber aus Nordafrika und dem mittleren Osten ausgeweitet. Die diesjährigen Finalisten stammen unter anderem aus Bulgarien, Spanien, Marokko und Israel. Neben der großartigen Architektur der Location beeindruckte mich vor allem die ungekünstelte und offene Art Dirk Schönbergers, verantwortlich für das Design des Modelabels JOOP! und Schirmherr des Events. Spontan, aufgeschlossen und witzig stellte er sich den Pressefragen. Leidgetan hat mir der arme Abgesandte des Sponsors Quelle, der sich ausschließlich mit den Gerüchten um sein Unternehmen herumschlagen musste: Geht Quelle pleite? Warum wird der Katalog nicht versandt? Woher das Geld für das Sponsoring? Krise hin, Krise her – ich bin im Anschluss, stimuliert von so viel kreativem Schaffen (die Lookbücher der jungen Designer waren im Hotel ausgestellt worden), erstmal ein bisschen shoppen gegangen.</p>
<p>Um 14 Uhr dann weitere Inspiration – besagte Kaviar Gauche Show: Volles Zelt, hochkarätige Gäste und ich dank schwangerer Begleitung mit Sitzplatz in vorderster Front. Übrigens auch mit hervorragender Sicht auf Boris Becker und seine Herzensdame Lilly. Frau Becker, Ex Kerssenberg, sieht - nebenbei bemerkt - trotz Augenringen toll aus. Wahrscheinlich hätte ich die bei der ganzen Hetzerei rund um die Welt aber erstens auch. Zweitens – und viel relevanter – haftete mein Blick aber auch nahezu durchgehend auf der mittlerweile 70 jährigen (!!!) Warhol-Freundin und Modelikone Veruschka Gräfin von Lehndorff. Wenn die Frau was hat, dann Ausstrahlung! Los ging es schließlich zu den zarten Klängen von Jane Birkins ‚Je t&#8217;aime, moi non plus’, um dann paradoxerweise zu Rammstein zu wechseln. Das machte mir aber rein gar nichts – verzückt rief ich meiner Sitznachbarin Kristina bei jedem Stück ‚Das MUSS ich haben’ zu und konnte mich auch nach der frenetisch umjubelten Präsentation noch nicht wirklich beruhigen. Es ist kein Zufall, dass Kaviar Gauche seit der Gründung 2003 zu einem der international renommiertesten deutschen Label zählt!</p>
<p>Zusammengefasst haben sich Hektik und Dauermüdigkeit definitiv bezahlt gemacht – insgesamt gab es 33 Shows an vier Tagen. Ich hatte eine randvolle, spannende, aufschluss- und erkenntnisreiche Woche. Klar kann sich noch viel tun und ist Berlin nicht Paris oder Mailand. Aber die Stadt braucht sich auch nicht zu verstecken, hat sie doch sogar laut Suzy Menkes (und eine einflussreichere Modekritikerin fällt mir beim besten Willen nicht ein) ‚Mode im Blut’!</p>
<p>by Sarah- Janina Khayati</p>
<p>hier noch ein paar visuelle Eindrücke:</p>
<h2>LaLa Berlin, Kaviar Gauche,</h2>
<h2>Ehepaar Becker &amp; German Garment</h2>
<p><a href="http://blog.gazelle-magazin.de/__oneclick_uploads/2009/07/ss10_lalaberlin_2501.jpg" title="ss10_lalaberlin_2501.jpg"><img src="http://blog.gazelle-magazin.de/__oneclick_uploads/2009/07/ss10_lalaberlin_2501.jpg" alt="ss10_lalaberlin_2501.jpg" /></a><a href="http://blog.gazelle-magazin.de/__oneclick_uploads/2009/07/ss10_kaviargauche_2392.jpg" title="ss10_kaviargauche_2392.jpg"><img src="http://blog.gazelle-magazin.de/__oneclick_uploads/2009/07/ss10_kaviargauche_2392.jpg" alt="ss10_kaviargauche_2392.jpg" /></a><a href="http://blog.gazelle-magazin.de/__oneclick_uploads/2009/07/_nf_0002_0061.jpg" title="_nf_0002_0061.jpg"><img src="http://blog.gazelle-magazin.de/__oneclick_uploads/2009/07/_nf_0002_0061.jpg" alt="_nf_0002_0061.jpg" /></a><a href="http://blog.gazelle-magazin.de/__oneclick_uploads/2009/07/09c546_019_0011.jpg" title="09c546_019_0011.jpg"><img src="http://blog.gazelle-magazin.de/__oneclick_uploads/2009/07/09c546_019_0011.jpg" alt="09c546_019_0011.jpg" /></a></p>
<p>by Sarah-Janina Khayati</p>
<p>Photos by Mediaforum / Mercedes Benz Fashionweek Berlin</p>
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		<title>Zu Gast in Ghana - Environmental Film Festival of Accra</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 10:49:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hjördis Hoffmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

		<category><![CDATA[Gazelle Info]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Slogan „Keep Ghana Clean“ fand in diesem Monat das fünfte Environmental Film Festival of Accra (EFFA) statt. Wie der Name des Festivals bereits verrät, lag der Fokus der Filme, die in diesem Kontext präsentiert wurden, auf dem Thema Umwelt bzw. Umweltverschmutzung. Nachdem letztes Jahr das Wasser seinen großen Auftritt hatte, gebührte 2009 alle Aufmerksamkeit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.gazelle-magazin.de/__oneclick_uploads/2009/06/img_5789.gif" title="img_5789.gif"><img src="http://blog.gazelle-magazin.de/__oneclick_uploads/2009/06/img_5789.thumbnail.gif" alt="img_5789.gif" /></a>Unter dem Slogan „Keep Ghana Clean“ fand in diesem Monat das fünfte Environmental Film Festival of Accra (EFFA) statt. Wie der Name des Festivals bereits verrät, lag der Fokus der Filme, die in diesem Kontext präsentiert wurden, auf dem Thema Umwelt bzw. Umweltverschmutzung. Nachdem letztes Jahr das Wasser seinen großen Auftritt hatte, gebührte 2009 alle Aufmerksamkeit dem Abfall. Mit Filmen wie „Ghana´s Plastic Waste Menace“, „Addicted to Plastic“ und „How safe is food grown in our city?“ sollte nicht nur ein Einblick in die problematische Abfallsituation Ghanas und deren Folgen geschaffen, sondern vor allem an das Umweltbewusstsein der Ghanaer appelliert werden.</p>
<p>Und dass das notwendig ist, kann ich leider nur bestätigen. Nehmen wir zum Beispiel einen typischen Lebensmitteleinkauf. Wenn ich in ein und demselben Laden frisches Brot, Eier, etwas Gemüse und Wasser einkaufe, also vier Produkte, erhalte ich mindestens genausoviele Plastiktüten. Das Brot, welches bereits in Plastik verpackt ist, wird, ebenso wie die Eier und das Gemüse, von der Verkäuferin in eine kleine extra Plastiktüte getan, um anschließend mit dem Wasser in einer großen Plastiktüte zu landen. Schon etwas gewöhnungsbedürftig für eine Person, die seit dem sie klein ist auf Stofftüten getrimmt wird.</p>
<p>Und wo wir schon einmal bei Plastik sind: Ghana hat ein Sachet Problem! Was das ist? Für umgerechnet 3 Cent kann man hier an jeder Ecke kleine versiegelte Plastikbeutel mit &#8220;pure water&#8221;, also Trinkwasser, erhalten, die dem durstigen Menschen die Reinheit des Wassers garantieren sollen. Und da es hier kaum Mülleimer gibt, landen die Sachets, nachdem man an der einen Ecke ein kleines Loch in den Beutel gebissen und diesen leer getrunken hat, meistens irgendwo auf der Straße.</p>
<p>Doch auch dem Abfall kann hier etwas Gutes abgewonnen werden. Im Rahmen des EFFA fand die Trashy Cloths Show statt. Drei ghanaische Designer haben sich Accras Müll vorgeknöpft und daraus Kleidung, Taschen und Accessoires entworfen. Auch die Sachets fanden hier, in Form von Regenmänteln und –schirmen, ihren Auftritt. Und neben dem ein oder anderen Male Model (Ja, meine lieben Damen, Neid ist durchaus angebracht!), konnten sich auch einige Kleidungsstücke tatsächlich sehen lassen.</p>
<p><em>by Hjördis Hoffmann </em></p>
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		<title>Zu Gast in Ghana - TroTros</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 13:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hjördis Hoffmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gazelle Info]]></category>

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TroTros sind ein typisches ghanaisches Fortbewegungsmittel und der günstigste Weg, von einem Ort an den anderen zu kommen. Zu dem Zustand der Kleinbusse sei gesagt, dass es zwar gut ausgestattete, klimatisierte Modelle gibt, aber einige TroTros veranlassen einen dann doch eher zu der Annahme, dass „TroTro“ auf einer der vielen Sprachen, die in Ghana gesprochen werden, „Geh lieber zu Fuß“ heißen muss. Sicherheitsgurte [...]]]></description>
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<p>TroTros sind ein typisches ghanaisches Fortbewegungsmittel und der günstigste Weg, von einem Ort an den anderen zu kommen. Zu dem Zustand der Kleinbusse sei gesagt, dass es zwar gut ausgestattete, klimatisierte Modelle gibt, aber einige TroTros veranlassen einen dann doch eher zu der Annahme, dass „TroTro“ auf einer der vielen Sprachen, die in Ghana gesprochen werden, „Geh lieber zu Fuß“ heißen muss. Sicherheitsgurte sind überflüssiger Schick-Schnack, die Schiebetüren der TroTros sind häufig so verbeult, dass sie nicht mehr ganz schließen und wenn es überhaupt heile Seitenspiegel gibt, dann sind diese so eingestellt, dass man zwar einen guten Blick auf die Felgen, aber nicht auf den nachfolgenden Verkehr hat. Und dennoch ist eine TroTro-Fahrt recht unterhaltsam. Da die Ghanaer sehr offen sind, hat man auch immer sofort einen Gesprächspartner für die ganze Fahrt. (Ja, liebes Deutschland, so kann es auch gehen. Ein nettes Gespräch mit Leuten, die man eigentlich gar nicht kennt.)</p>
<p>Das Einzige, was mir wirklich ein paar Kopfschmerzen bereitet, ist die Kombination eines weniger stabilen TroTros mit dem Fahrstil der Fahrer. Meine Fahrt nach Cape Coast, eine Stadt in der Central Region Ghanas, durfte ich auf dem Beifahrersitz eines TroTros verbringen. Und da es auch schon als Kind das Größte war ganz vorne im Bus zu sitzen, dachte ich diesmal ebenfalls den besten Platz bekommen zu haben. Nun ja, eigentlich verbrachte ich die meiste Zeit mit dem Gedanken: „Gott, er kann doch jetzt nicht einfach&#8230;Oh&#8230;mh&#8230;kann er doch!“ Überholen geht immer und mit jeder Geschwindigkeit!</p>
<p>Mit gefühlten 150 km/h (die genaue Geschwindigkeit konnte ich leider nicht bestimmen, da der Tacho, wie sollte es auch anders sein, kaputt war und konsequent 0 km/h anzeigte) passierten wir auf dem Weg von Accra nach Cape Coast zahlreiche Schilder, auf denen die Anzahl der Personen vermerkt war, die in dieser Region an Verkehrsunfällen gestorben sind. Alles in allem gab es auf dieser Fahrt daher nicht allzu viele Anlässe sich entspannt zurück zu lehnen.</p>
<p>Anders ist es da in der Stadt. Vor allem in Accra herrscht ein <em>Traffic Blues</em> (wie ein ghanaischer Filmtitel es so schön ausdrückte). Man steht eigentlich permanent im Stau und muss sich folgedessen auf jeden Fall keine Sorgen um die Geschwindigkeit der Fahrer machen. Die Zeit im Stau kann man nutzen um seinen kompletten Wocheneinkauf zu erledigen. Durch das Fenster bieten einem Verkäufer Toilettenpapier, Brot, Eier, Yams, Flaschenöffner, Fußbälle, Tischdecken und vieles mehr an.</p>
<p>Manchmal frage ich mich allerdings schon, wer denn bitte auf die Idee kommt, sich vor einer vierstündigen Fahrt spontan Sekundenkleber zu kaufen. Aber bei dem Zustand einiger TroTros ist das vielleicht gar nicht mal die schlechteste Idee.</p>
<p><em>by Hjördis Hoffmann </em></p>
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		<title>Zu Gast in Ghana - Ksss</title>
		<link>http://blog.gazelle-magazin.de/2009/05/29/zu-gast-in-ghana-ksss/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 14:22:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hjördis Hoffmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gazelle Info]]></category>

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		<description><![CDATA[   
&#160;
  
  &#8220;Ksss. Ksss.&#8221;
Als ich dieses Geräusch das erste Mal in Ghana hörte, habe ich den Verkäufer, der es produzierte, mit dem gleichen entnervten Blick gestraft, den ich lästigen Wesen in Berlin zuwerfen würde, die „Ksss&#8230;Süße&#8230;“ für eine charmante Möglichkeit der Kontakaufnahme halten.
Mittlerweile bin ich mehr als froh, dass ich es bei dem Blick belassen habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <!--[if gte mso 9]&amp;gt;     Normal   0         21         false   false   false      DE   X-NONE   X-NONE                                                     MicrosoftInternetExplorer4                                                   --><!--[if gte mso 9]&amp;gt;                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   --> <!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:"Cambria Math"; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-1610611985 1107304683 0 0 159 0;} @font-face 	{font-family:Calibri; 	panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:swiss; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-unhide:no; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:EN-US;} span.googielink 	{mso-style-name:googie_link; 	mso-style-unhide:no;} .MsoChpDefault 	{mso-style-type:export-only; 	mso-default-props:yes; 	font-size:10.0pt; 	mso-ansi-font-size:10.0pt; 	mso-bidi-font-size:10.0pt; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-hansi-font-family:Calibri;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --> <!--[if gte mso 10]&amp;gt;   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Table Normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi;}  --></p>
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<p>Als ich dieses Geräusch das erste Mal in Ghana hörte, habe ich den Verkäufer, der es produzierte, mit dem gleichen entnervten Blick gestraft, den ich lästigen Wesen in Berlin zuwerfen würde, die „Ksss&#8230;Süße&#8230;“ für eine charmante Möglichkeit der Kontakaufnahme halten.</p>
<p>Mittlerweile bin ich mehr als froh, dass ich es bei dem Blick belassen habe und nicht noch, wie ich es in Deutschland vielleicht getan hätte, eine weniger freundliche Bemerkung in Richtung des Verkäufers gedonnert habe. „Ksss“ ist in Ghana nämlich ein ganz üblicher Weg, andere auf sich oder, im Falle des Verkäufers, auf die eigene Ware aufmerksam zu machen.<br />
<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br />
<!--[endif]-->Wider Erwarten habe ich mich in den letzten Wochen selbst zu einer engagierten Nutzerin dieses Lautes entwickelt. Nicht, dass ich keine Bedenken mehr hätte, eine Kellnerin mit „Ksss“ anstatt mit einem zaghaften „Excuse me“ anzusprechen, aber manchmal bleibt einem kaum etwas anderes übrig. Denn ein höfliches Lächeln meinerseits wird zwar stets mit einem Lächeln erwidert, aber es führt nicht zwangsläufig zu einer Aufnahme meiner Bestellung. In einigen Fällen hätte es mich nicht einmal gewundert, wenn die Kellnerin einfach nur zurückgewunken hätte und dann einfach wieder, ohne ein Wort zu verlieren, in der Küche verschwunden wäre. Ein kurzes „Ksss“ beschleunigt den Bestellvorgang um einiges und wird scheinbar, im Gegensatz zum Gebrauch der linken Hand, die ich seit meiner Ankunft in Ghana verzweifelt versuche unter Kontrolle zu bringen, keineswegs als unhöflich empfunden.</p>
<p><em>Hjördis Hoffmann </em></p>
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