Initiative “Neue deutsche Medienmacher” gegründet
Samstag, November 29th, 2008In der deutschen Medienwelt gehören JournalistInnen mit Migrationshintergrund einer Minderheit an. Die Initiative Neue deutsche Medienmacher will dies unter anderem durch Nachwuchsförderung ändern.
Am 28. November 2008 gründete sich die Initiative Neue deutsche Medienmacher, der erste bundesweite Zusammenschluss von JournalistInnen mit Migrationshintergrund. Er ist unabhängig, nationalitäten- und konfessionsübergreifend und dient als Interessenvertretung für JournalistInnen “mit dem großen M.” Die Mitglieder eint das Ziel, die Vielfalt der Einwanderungsgesellschaft in der Berichterstattung besser wiederzugeben - auch in den Redaktionsräumen. Denn obwohl jede/r fünfte EinwohnerIn im Land einen sogenannten Migrationshintergrund hat, gilt das nur für jede/n fünfzigste/n JournalistIn.
“In deutschen Redaktionen herrscht eine Monokultur”, sagt Marjan Parvand, Redakteurin bei der ARD-Tagesschau, “als Initiative von unten wollen wir das ändern”. JournalistInnen nichtdeutscher Herkunft in den Redaktionen: das müsse endlich eine Selbstverständlichkeit und Normalität werden.
Die Neuen deutschen Medienmacher haben genug von sinnlosen Stereotypen im Medienalltag: Der Schläger Ali, die zwangsverheiratete Fatma oder der Hauptschüler Hassan, dessen Karriere als Drogenhändler vorbestimmt scheint: sie sind die tragischen Medienstars in Deutschland. Diese einseitige Darstellung von ZuwandererInnen in den Medien ist für die Mitglieder der Initiative nicht länger hinnehmbar. Die Neuen deutschen MedienmacherInnen wollen AnsprechpartnerInnen für interkulturellen Journalismus sein.
Als JournalistInnen, RessortleiterInnen, ChefredakteurInnen, BildredakteurInnen, Kameramänner und -frauen mit Migrationshintergrund wollen sie sich langfristig gegen diskriminierende und oberflächliche Berichterstattung wehren. Sie wollen sich einsetzen, nicht für eine beschönigende, sondern für eine realistische und sorgfältig recherchierte Berichterstattung über MigrantInnen in Deutschland.
Kemal Hür, freier Journalist aus Berlin, fordert außerdem, dass die Integration von JournalistInnen mit Zuwanderungsgeschichte auf Augenhöhe geschehen muss: “Wie selbstverständlich wurde ich immer als Experte für Migrationsthemen oder als `Türke vom Dienst´ behandelt. Nie wurde ich gefragt, ob ich des Türkischen überhaupt mächtig bin oder welche anderen Themengebiete ich bearbeiten will.”
Damit in Zukunft mehr Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund vor und hinter der Kamera, dem Mikrophon und an Redaktions-Schreibtischen vorzufinden sind, plant die Initiative die Förderung von interkulturellem Nachwuchs.
“Ich wollte Journalistin werden, seit ich denken kann”, sagt Özlem Sarikaya vom Bayrischen Rundfunk, “doch ich hätte nie daran geglaubt, das zu schaffen”. Sarikaya weiter: “Ich hatte keinen blassen Schimmer, wie man dahin kommt und ich kannte auch niemanden, der mir dabei hätte helfen können.” Genau bei diesem ersten Schritt könnten die Neuen deutschen MedienmacherInnen heute schon helfen und Kontakte herstellen.
“Bei Jugendlichen aus Zuwandererfamilien muss man das Selbstbewusstsein stärken und ihnen klar machen, dass ihr Platz nicht automatisch am Rand der Gesellschaft ist”, so Sarikaya.
Weitere Infos zur Initiative Neue deutsche Medienmacher finden Sie unter: www.neue-medienmacher.de
Shah Rukh Khans neuer Film RAB NE BANA DI JODI wird ab dem 11. Dezember noch vor dem offiziellen indischen Kinostart auch in Deutschland zu sehen sein. Rapid Eye Movies bringt den turbulenten Liebesfilm des Erfolgsregisseurs Aditya Chopra (”DDLJ“) mit deutschen Untertiteln in die Kinos. RAB NE BANA DI JODI ist die lang ersehnte neue Zusammenarbeit des Dream-Teams Shah Rukh Khan und Aditiya Chopra, das in den 90er-Jahren mit DILWALE DULHANIA LE JAYENGE - WER ZUERST KOMMT KRIEGT DIE BRAUT den Meilenstein und Evergreen des modernen Hindi-Kinos hervorbrachte.Shah Rukh Khan ist dieses Mal als schnauzbärtiger, unglamouröser „Normalo“ zu sehen, der um die Gunst seiner ungleich jüngeren und quirligeren Herzensdame buhlt. Dabei lässt er nichts unversucht und schlüpft schließlich sogar in die Rolle eines hippen Frauenhelden – nur um seine Angebetete letztlich doch mit seinen bodenständigen Eigenschaften zu überzeugen. RAB NE BANA DI JODI ist eine Geschichte über einfache und ehrliche Gefühle, eine Mischung aus Cinderella und Saturday Night Fever. Bollywood auf hohem Niveau, mit viel Romantik, Humor und schwelgerischen Tanzszenen.
Seit 1987 kommen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte zusammen. Darunter Philosophen, Künstler, Wissenschaftler und Politiker. Sie erteilen Lehrstunden über ihre Erfahrungen in einer sich verändernden Welt. Die Reden und Dialoge im Renaissance-Theater sind spannende, oft brillante Reflexionen, die diese Reihe zu einer Chronik des politischen und kulturellen Wandels gemacht haben. Sie bilden ein Gegengewicht zur „Talk-Show-Mentalität“ unserer Zeit, indem sie Raum lassen für die ausführliche Darlegung von Visionen, die nachdenkliche Erörterung umstrittener Themen oder die Vorstellung eines Lebenswerks. Mit den Berliner Lektionen wurde ein Forum öffentlichen Nachdenkens geschaffen, das aus dem Kulturleben der Stadt Berlin nicht mehr wegzudenken ist.
Wer Weihnachten feiert, weiß, dass es nicht immer ruhig und entspannt zugeht. Geschenke besorgen, Weihnachtsbaum auswählen, durch überfüllte Kaufhäuser hecheln und natürlich mit den Lieben genüsslich herzhaft speisen. Besonders wichtig: Sich im Stress die Laune nicht verderben zu lassen!
Die Geschwister Houari, Aziza und Saïd machen wie immer mit der Familie Ferien in Marokko – dem Heimatland ihrer Eltern. Am letzten Ferientag erwartet die Kinder eine unangenehme Überraschung: Sie sollen in Zukunft mit der Mutter in Marokko bleiben, um dort eine ‚ordentliche’ Erziehung nach islamischer Tradition zu erhalten. Die Kinder sind entsetzt: Holland ist für sie ihre Heimat. Sie sind dort aufgewachsen, dort leben ihre Freunde. Besonders das Mädchen Aziza ist verzweifelt und weigert sich, ein Leben nach den traditionellen Maßstäben der marokkanischen Gesellschaft zu führen.
Dr. Lale Akgün, Islambeauftragte der SPD-Fraktion hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „Tante Semra im Leberkäseland“.
MY FAIR LADY und Berlin – das ist schon eine ganz besondere Liebesgeschichte. Im Theater des Westens mit Paul Hubschmid und Karin Hübner DAS Aushängeschild gen Westen, dass man den Anschluss an den künstlerischen amerikanischen Zeitgeist kein bisschen verloren hatte. Im Metropoltheater der leise Triumph, dass George Bernard Shaw den Beweis erbracht hat, dass man auch als überzeugter Sozialist am Broadway Erfolge feiern kann. Dass MY FAIR LADY in beiden Teilen der Stadt gleichermaßen identitätsstiftend wirken konnte, sagt eine Menge über die Qualitäten dieses „Musical aller Musicals“. Ebenso ein „kapitalistisches“ Aschenputtelmärchen wie brillant geschriebene Kapitalismuskritik; das muss man erstmal hinkriegen.
Günther Schulze als Einzelperson produziert mit hohem persönlichen Einsatz den Newsletter „Berliner Infodienst Migration (BIM)“. Seit Jahresende 2005 erscheint der Newsletter zweimal wöchentlich und wird kostenlos verschickt. BIM bringt ausführliche und umfassende Medienberichte zu aktuellen Geschehnissen, weist auf anstehende Veranstaltungen hin und enthält Literaturhinweise, Kinotipps und umfangreiche Hinweise zu TV-Sendungen, die sich rund um das Thema Migration und Integration bewegen.